Lanzarote 2002

Hier unser kleiner Reisebericht von unserem Urlaub auf Lanzarote im April 2002.
Unser Hotel war im Süden der Insel in “Playa Blanca” westlich der Papagayo-Strände. Von dort aus machten wir die Insel unsicher !
Der Bericht erzählt über die von uns besuchten Orte und Strände sowie  unsere Eindrücke von dieser einzigarten Kanareninsel.

Auf der Karte sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten eingezeichnet.
Unter der Karte habe ich wieder eine kleine Gliederung der Seite vorgenommen. Diese orientiert sich nach der tatsächlichen Reihenfolge unserer Tagesausflüge, also so wie wir es erlebt haben.

Viel Spaß bei unserem Urlaub mit vielen Bildern !

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Der Norden - Famara, Mirador del Rio, Orzola, Cueva de los Verdes, Jameos del Aqua, Jardin de Cactus

Die Mitte - Arrecife, Tahiche (Fundacion Cesar Manrique), Weinbaugebiet La Geria

Timanfaya - Die Feuerberge

Der Süden - El Golfo, Los Hervideros, Playa de Papagayo, Hotel Rubicon Palace in Playa Blanca

Hier kann man die einzelnen Regionen der Insel gezielt auswählen.
 

Der Norden
Famara, Mirador del Rio, Orzola, Cueva de los Verdes,
Jameos del Aqua, Jardin de Cactus

Unser erster Tag mit dem Mietauto führte uns in den Norden der Insel. Als wir in die Nähe des Monte Corona (609 m hoch) ankamen, wurde es immer dunkler und es fing tatsächlich ein bisschen an zu regnen. Und das auf Lanzarote, wo es ja kaum regnet. Doch ein wenig später kam dann bereits die Sonne wieder durch.
Wir fuhren bei Regen durch das Tal der 1000 Palmen (Haria). Dies beeindruckte uns jedoch keineswegs, da die Palmen doch sehr auseinander gezogen stehen. Angesichts des Wetters ging es weiter Richtung Mirador del Rio.
Dort erwartete uns der Blick auf die vorgelagerte Insel La Graciosa.

Isla Graciosa
Mirador del Rio
Famarastrand

Nördlich von Teguise machten wir auf unserem Weg in den Norden einen Abstecher zum Playa  de Famara.
Der Strand liegt unterhalb des hohen Famaramassivs inmitten von Sanddünen. Hier weht ein starker Wind und der Sand weht über die Straßen. Viele Wellenreiter sind in der langen Brandung zu beobachten.

Bei Orzola
Eingang Cueva de los Verdes
Spiegelkunst in Jameos del Aqua

Nächste Zwischenstation war das kleine Fischerdörfchen Orzola. In der Nähe dann der erste Sand an unseren Füßen. Bei Ebbe sieht man in der Ferne das Meer toben. Bei Flut ist der Sand vom Meer verschluckt, und nur die Lavafelder ragen heraus.
Auf der Sraße zum Süden kommt man an den beiden Lavahöhlen Cuevas de los Verdes und Jameos del Aqua vorbei.
Die Cueva de los Verdes ist Teil eines 7,5 km langen Lavatunnels. Dieser entstand bei einem Vulkanausbruch vor 5000 Jahren. Die Lava erkaltete an der Oberfläche. Unterirdisch floss die Magma weiter und hinterlies die Höhle. Bei Besichtigung der Höhle erlebt man am Schluss der Führung einen Effekt den ich hier nicht verraten darf ! (versprochen ist versprochen)

Ebenfalls zu diesem Tunnelsystem gehören die Jameos del Agua. Cesar Manrique formte aus diesem Naturdenkmal ein Kunstwerk. Durch einen Trichter kommt man zu einem kleinen Salzwassersee. In diesem leben weiße Minikrebse ohne Augen (haben sich wegen der Dunkelheit zurück gebildet). Hinter dem See ist der weiße Pool zu erreichen. Eins der typischen Postkartenmotive von Lanzarote. Einer der vielen künstlerischen Effekte mit Spiegeln ist im neben stehenden Bild und im Haus über dem See zu bewundern.
Unbedingt ansehen, ist echt interessant !

Jameos del Aqua

Weiter ging unsere Tour nach Norden zum Jardin de Cactus. Gestaltet, wie vieles auf der Insel, von Cesar Manrique.Über 1400 Kakteenarten sind hier, oft in toller Blüte, zu bewundern. Der Kaktusgarten war seine letzte Arbeit. Der Garten liegt in dem Dörfchen Guatiza. Rund um das Dörfchen sind Kakteenfelder soweit das Auge reicht zu sehen. Hier werden auf den Opuntien die Cochenille - Läuse gezüchtet. Diese liefern unter anderem den roten Farbstoff für den Campari.

Jardin de Cactus
Tuffsteingebilde bei Guatiza

Die Terassenförmig angelegte Anlage ist einen Besuch wert. Die Kakteen werden durch die schwarzen Lavasteinchen optisch hervorgehoben. Kakteen in allen möglichen Formen und Farben, von riesig bis klitzeklein.

Bizarre Tuffsteingebilde sind auf der Strecke von Guatiza Richtung Teguise entstanden.

Von hier aus ging es wieder zurück in unser Hotel, um uns auszuruhen , und um die nächste Region der Insel zu erkunden.

Im Kaktusgarten
Die Mitte
Arrecife, Tahiche (Fundacion Cesar Manrique), La Geria
Naturhafen Arrecife

Die Attraktion in der Mitte der Insel ist die Fundacion Cesar Manrique in Tahiche. Dort ist das ehemalige Wohnhaus des Künstlers zu besichtigen. Ganz in der Nähe liegt die Hauptstadt Arrecife. Dort beschränkten wir uns auf einen Spaziergang um den Naturhafen um dann in Tahiche mehr Zeit zu haben. Das Haus von Manrique ist in eine unterirdische Lavablase eingebettet. Es fehlt an nichts in dieser Wohnung. Lichtschleusen, ein Innenhof, Gästezimmer, Küche, Bad und alles in die natürlichen Lavagänge eingepasst ohne diese viel zu verändern. Die glatten weiß getünchten Wände und Gänge schaffen eine traumhafte Atmosphäre. Insbesondere an heißen Tagen die ideale Wohnung. Überall sind heute Kunstobjekte von Manrique und anderen Künstlern ausgestellt.

Windspiel Manrique Vor der Fundacion Manriques  Haus Zimmer in Manriques Haus

Mitten in einem Lavameer liegt die Weinbaulandschaft La Geria. Eigendlich wächst hier gar nichts. Die ganze Landschaft besteht aus Mulden mit schwarzen Lavasteinchen. Soweit das Auge reicht bis hoch auf die Vulkanberge Mulden. Von weitem ist nicht erkennbar, dass in jeder Mulde Weinstöcke wachsen. In der Nacht speichern die Steine die Luftfeuchtigkeit, die sie tagsüber an die Pflanzen abgeben. Eine Art natürlicher Hydrokultur. Je nach Tageszeit wirkt die Landschaft anders. Gespenstisch dunkel oder in allen möglichen Farben. Als wir mit dem Auto über die Rüttelpiste der Landschaft fuhren, fühlten wir uns wirklich wie auf dem Mond.

Muldenberge in La Geria

Weinbau La Geria

Landschaft La Geria

Timanfaya
Die Feuerberge

Ein Höhepunkt war der Besuch der Feuerberge. Kilometerweit schwarze Lavameere. Berge mit Asche bedeckt in vielen Farben. Je nach Tageszeit von beige, grau und rot schimmernd. Die Wolken werfen bizarre Schatten auf die Ascheberge. Kein Strauch, kein Baum unterbricht diese Eintönigkeit - eine Mondlandschaft. Die Montanas del Fuego (Feuerberge) begruben von 1730 bis 1736 (6 Jahre lang) ein Viertel der Insel unter sich.
Wir näherten uns auf der kerzengeraden Straße von Yaiza  kommend dem Vulkangebiet. Stetig bergauf zu den Aschebergen. Dann tauchen links die Dromedarkarawanen auf, die Touristen ein Stück durch die Landschaft schaukeln. Wir haben uns entschlossen diesen Ritt am Nachmittag zu unternehmen. (Marius war so begeistert, das er nochmal reiten wollte).
Oben angekommen fuhren wir am Eingang des Nationalparkes vorbei und besuchten zuerst das Informationszentrum in der Nähe. Dies kann ich nur jedem empfehlen ! Denn hier erfährt man sehr viel über die Entstehung des Gebietes und den Vulkanismus allgemein (Filmvorführung, Geruchsboxen, Simulation eines Ausbruches usw.). Alles ist sehr anschaulich erklärt, dieses Zentrum ist wirklich klasse gemacht und auch noch völlig umsonst. Unser Marius war begeistert davon und wollte gar nicht weg von hier.

Im Info-Zentrum

Nun ging es aber zum Eingang des Nationalparks und hinauf auf den Parkplatz unterhalb des Restaurants  del Diablo.Dort empfangen einen schon die Parkwächter um einige Feuerexperimente vorzuführen.

Parkeingang Timanfaya

In 10 cm Tiefe herschen bereits schon 140 Grad. Sechs Meter unter der Erde 400 Grad.Bewiesen wird dies durch dürre Reisigbündel die in einem Loch nach kurzer Zeit anfangen zu brennen. Noch eindrucksvoller ist die Wasserfontäne die entsteht, wenn ein Eimer Wasser in metertief  in den Boden eingelassene Rohre geschüttet wird. Innerhalb von 2 Sekunden schießt die Fontäne mit einem Zischen in die Luft.

Feuerexperiment
Timanfaya Krater
Dampffontäne
Dampffontäne Vorbereitung

Wir unternahmen eine 45 minütige Busfahrt durch die engen Straßen des Nationalparks. Hier sind schöne Einblicke in Vulkankrater und erstarrte Gesteinsgebilde möglich. Eindrucksvoll welche Farbspiele und Landschaftswechsel innerhalb weniger Meter hier möglich sind. Es  sieht es hier immer noch aus wie kurz nach dem Vulkanausbruch.

Nun zum obligatorischen Essen im Restaurant. Dort ließen wir uns das Mittagessen vom natürlichen Vulkangrill schmecken. Durch die Glasscheibe konnten wir immer wieder die Vorführungen der Parkwächter beobachten.
Marius hatte Schwierigkeiten mit dem Essen fertig zu werden, da die Dampffontänen einfach zu interessant waren.
Die Schuhe wurden dabei mächtig warm, da die Stahlplatten auf dem Boden durch die Erdwärme sehr warm sind.

Nach dem Essen schauten wir uns noch einmal in Ruhe um, die meisten Besuchergruppen waren jetzt bereits verschwunden. Kleine Lavasteinchen aus den Mauerritzen sind bereits sehr warm. Ein paar dieser Steinchen haben wir dann als Souvenir mitgenommen.
Nun ging es zurück Richtung Yaiza um unseren Dromedarritt auszuführen. Wir hatten Glück und konnten die letzte Tour des Tages mitmachen.
Damit endete ein ereignisreicher und beeindruckender Tag auf Lanzarote mit tollen Eindrücken des Vulkangebietes.

Vulkangrill Dromedarritt Timanfaya

Der Süden
El Golfo, Los Hervideros, Playa de Papagayo,
Hotel Rubicon Palace in Playa Blanca

Im Süden gibt es zwei interessante Orte zu besichtigen. Zum einen die Grüne Lagune El Golfo bei dem gleichnamigen Dorf. In einem ehemaligen Kraterkessel der halb im Merr versunken ist, ist eine grüne Lagune entstanden. Die Farbe wird durch besondere Algen verursacht. Der Farbkontrast zum blauen Atlantik, dem schwarzen Lavasand und dem roten Lavagestein ist toll. Hier sind deshalb schon Science Fiction Filme gedreht worden. (wirkt wie auf eienm fremden Planeten).
Etwas weiter südlich machten wir noch einen Abstecher zu Los Hervideros. Hier brodelt und zischt der Atlantik durch Löcher im porösen Lavagestein. Treppen und Pfade und mehrere Plattformen führen durch das Gestein. Die wogende Brandung lässt sich hier eindrucksvoll beobachten.
Etwas weiter in Richtung Playa Blanca in der Nähe der Salinas de Janubio liegt ein schwarzer Lavastrand wo wir geschützt in einer Steinmuschel einige Ausflugstage ausklingen lassen konnten. Als Zeitvertrieb suchten wir hier Olivine, (kleine grüne Halbedelsteine) die sonst überall auf de Insel recht teuer als Souvenir verkauft werden. Hier werden sie einfach angespült und man braucht sie nur aufzuheben.

Los Hervideros
Olivinsuche
El Golfo

Die schönsten Strände der Insel liegen östlich von Playa Blanca. Die Playas de Papagayo sind ein Naturschutzgebiet in die man auf Schotterwegen mit dem Auto zu den Stränden fahren kann. Windgeschützt mit feinstem Sand und sauberen Wasser kann man es hier sehr gut aushalten. Hier nutzten wir unsere letzten Tage mit dem Mietauto zum baden, Sandburgen bauen und schwimmen in der geschützten Bucht.

Playa de Papagayo

Ohne Auto erkundeten wir natürlich noch den Ort Playa Blanca. Von hier aus verkehrt auch regelmäßig die Fähre nach Fuerteventura. Playa Blanca ist ein ruhiger Ferienort ohne besondere Sehenswürdigkeiten.

Hafen Playa Blanca

Im übrigen waren wir in unserem Hotel Rubicon Palace prima untergebracht. Durch den riesigen Meerwasserpool und den weiteren Pools konnten wir sogar auf einen nicht vorhandenen Strand am Hotel verzichten. Eine große Hotelanlage in der es trotzdem viele ruhige Liegeplätze in ausreichender Anzahl gibt.  Essen o.k., Anlage o.k. !!

Pool im Rubicon Palace

Hotel
Rubicon Palace
Playa Blanca

Hotel Rubicon Palace
Seitenanfang

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Ich hoffe mein kleiner Reisebericht über Lanzarote
gibt einen kleinen Einblick wie interessant und
einzigartig diese Insel ist. Vieles fällt hier erst auf
den zweiten Blick auf, wirkt aber dann um so intensiver.

Wo wird unser nächster Urlaub hinführen ?
Wir sind gespannt !

Erstellt im Juli 2002
 von
Ronald Renner

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