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4. Tagesausflug

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Barong Kostüm

An unserem letzten Ausflugstag hatten wir uns noch ein großes Programm vorgenommen. Wir fuhren gegen 8 Uhr 30 relativ spät los. Erstes Tagesziel war Batubulan in der Nähe von Denpasar.
Wir schauten uns den Barong-Tanz an, der hier aufgeführt wird. Der Barong ist ein Wesen, welches die guten Kräfte auf der Erde darstellt. Daneben gibt es Rangda, die Königin der Hexen. Für die Balinesen existieren beide nebeneinander. Deshalb gibt es in der dargestellten Geschichte in 7 Akten keinen Sieger.
Wenn ich daran zurück denke habe ich immer noch das klappern des Barong im Ohr (der Barong klappert immer mit dem Gebiss “klack-klack-klack”). Dazu das Gamelanorchester mit dem typischen Klang. Unten rechts sind 2 Mädchen aus dem Vorspiel des Dramas zu sehen die den Legong tanzen.
Ein farbenprächtiges Schauspiel der balinesischen Kultur.

Gamelan Orchester

Barong - Tanzdrama
 Batubulan

2 Mädchen tanzen den Legong

Ein paar Minuten weiter in Richtung Ubud liegt der Bali Zoo Park. Dieser ist bei Singapadu zu finden. Der Park ist aus dem ehemaligen Bali Bird Park und Bali Reptile Park entstanden. Auf einem schön angelegten Rundgang kann man unter anderem den Komodowaran, Krokodile, Flughunde, verschiedenen Vogelarten und Affen sehen. In der Mitte des Parks  kroch dann diese Python herum. Wer wollte konnte sie sich um den Hals legen lassen, um ein entsprechendes T-Shirt bedrucken zu lassen. Wir begnügten uns mit dem Streicheln der Python.
Nach dem Parkbesuch fuhren wir nach Celuk, dem Silberschmiededorf, in eine kleine Silberschmiede.Dort werden in Handarbeit alle Arten von Schmuckstücken aus Silber gefertigt.

Python zum Streicheln im Bali Zoo Park

Bali Zoo Park

Celuk
(Silberschmiededorf)

Silberschmiede in Celuk

Nach dem Kauf von ein paar Ohrringen fuhren wir weiter zum Affenwald nach Sangeh. Dabei liesen wir den Tempel in Mengwi links liegen, da wir sonst unser weiteres Programm nicht mehr geschafft hätten.
Der Affenwald in Sangeh besteht aus Muskatbäumen. (ca. 40 Meter hoch). Die Affen findet man rund um den Tempel.  Am Eingang zum Wald kann man Futter für die Affen kaufen (z.B. Erdnüsse).
Die Affen warteten schon darauf und wir mussten sehr aufpassen dass die frechen Kerle uns nicht gleich die ganze Packung aus der Hand rissen. Die Verkäuferin des Futters schützte uns vor allzu aggressiven Affen. Teilweise lassen sie die Hand erst wieder los wenn sie weiteres Futter bekommen!
Als dann um die 20 Affen um uns herum schlichen, verjagte die Affenzähmerin einige davon. Einer sprang dann von einem Geländer auf meine Schultern. Nur mit Futter als Lockmittel kann man diesen wieder loswerden.
Unsere Begleiterin zeigte uns einen Muskatbaum in dessen Krone ganz oben bestimmt 50 Flughunde in der Sonne hingen. Am Ausgang konnten wir dann ein gezähmtes Exemplar aus der Nähe bewundern.

Affenwald in Sangeh

Flughund  in voller Spannweite

Affenwald in Sangeh

Von Sangeh aus fuhren wir dann in Richtung Süden an die Küste. Dort erreichten wir am Nachmittag Tannah Lot. Der Tempel Pura Tannah Lot liegt auf einer kleinen Insel etwa 100 Meter vor der Küste. Bei Ebbe kann man die Insel zu Fuß erreichen.
Am Abend ist dieser Ort hoffnungslos überlaufen. Alle kommen um hier den angeblich schönsten Sonnenuntergang auf Bali zu erleben. Auf jeden Fall ist dies sicher der meist fotografierte Ort auf Bali. Bei Sonnenuntergang bildet die Insel mit dem Tempel eine Silhouette gegen den glühenden Horizont.
Entlang der Küste sind noch einige Tempel und Schreine auf den Klippen zu sehen. Das Meer wogt hier mit einer heftigen Brandung an die Küste aus Lawagestein.

Pura Tannah Lot

Pura Tannah Lot

Von Tannah Lot machten wir uns am frühen Nachmittag auf die Fahrt in den Süden Balis. Vorbei an Kuta und Legian, den Haupttouristenorten auf Bali, wurde es immer trockener und unfruchtbarer, je weiter südlich wir kamen. Die südliche Halbinsel Bukit Badung ist nur durch eine schmale, 5 km lange Landbrücke mit dem Festland verbunden. An der Südwestspitze liegt der Felsentempel Pura Luhur Uluwatu auf den bis zu 100 m hohen, senkrecht abfallenden Klippen. Die Wellen branden an das Korallengestein. Der Tempel wird von einer Horde heiliger, aber recht unfreundlicher Affen bewacht. Wir nahmen uns gerade deshalb einen Führer weil der uns die Affen vom Hals hielt. Jetzt am Spätnachmittag kamen  auch hier sehr viele Besucher zum Sonnenuntergang.

Pura Luhur Uluwatu

Als die Dämmerung einsetzte beeilten wir uns, um unseren Sonnenuntergang in Jimbaran zu erleben. Dies hatte uns unser Reiseleiter empfohlen. Vorbei an den lauernden Affen ging es zum Auto zurück.

Steilküste bei Uluwatu

Pura Luhur Uluwatu

Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir im Fischrestaurant in Jimbaran an. Das Feuer wurde gerade mit einem Berg von Kokosnussschalen angefacht. Wir suchten uns den “Snapper” und die “King-Prawns”  im Rohzustand aus. Von der Waage dann auf den Grill.
Am Strand standen alle Stühle wie im Kino in Richtung Meer. Überall zogen die Rauchschwaden von den Grillrestaurants über den Strand.
Das Essen war sehr lecker und als Höhepunkt kam nach eine Band an unseren Tisch, bei der wir uns gegen ein kleines Trinkgeld, Lieder von Sting und Santana wünschten. Die Band spielte wirklich klasse und die Atmosphäre war einmalig.
Ein gelungenes Highlight als Abschluss unserer Ausflüge.

Sonnenuntergang in Jimbaran

Musik Unplugged, nur für uns...

Jimbaran
(Fischrestaurant)

Fischessen am Strand

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Hotel in Sanur

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Unser Urlaubshotel war das Grand Bali Beach in Sanur. Das Hotel ist allgemein als einzige Bausünde Balis bekannt. Das 10 Stockwerke hohe Haupthaus ist der Grund dafür, dass auf Bali kein Neubau mehr die Palmwipfel überragen darf. Insofern hatte dies etwas Gutes.
Wir waren in den so genannten Garden Wings untergebracht. Diese liegen in der riesigen Parkanlage des Hotels.  Die Pools waren wunderschön und das Hotel nur zu etwa einem Drittel belegt. Ich muss sagen,  direkt beim Hotel, fällt auch das Haupthaus nicht sehr negativ auf. Innen war es sowieso sehr schön.
In der Parkanlage war noch eine 18 Loch Minigolf-Anlage. Ein Golfplatz gehört ebenfalls zum Hotel. Die Bedienung war zuvorkommend und sehr freundlich.

Hotelpool

Grand Bali Beach Hotel
(Sanur)

www.grand-balibeach.com

Unser Zimmer in den Garden Wings

Blütenpracht beim Tirta Pool

Die Parkanlage wurde von zahllosen Gärtnern jeden Tag gepflegt. In der Anlage turnten überall diese Hörnchen auf den Palmen und anderen Bäumen herum. Manche fressen Erdnüsse aus der Hand.
Alles in Allem ist das Hotel sehr zu empfehlen.

zahmes Hörnchen mit Erdnuss

Strand beim Grand Bali Beach Hotel

Der Strand von Sanur erstreckt sich über die volle Länge der Stadt. Vor der Küste gibt es ein Korallenriff das die hohen Wellen vom Strand fern hält. Bei Ebbe kann man das Meeresleben erkunden. Wir sahen jede Menge Seesterne, Seegras, Seeigel, Krebse und  kleine Fische. Natürlich überall auch Korallen.
Zum Schwimmen braucht man auf jeden Fall Badeschuhe. Diese kann man überall für ca. 20000 Rupiah (etwa 2 Euro) handeln. Entlang des Strandes geht ein gepflastereter Weg die ganze Bucht entlang. Alle paar Meter kann man in den Stichstraßen in vielen Shops T-Shirts, Uhren, Schnitzereien und ähnliches kaufen.

Strand Sanur, im Hintergrund der Gunung Agung

Vom Strand aus kann man den Gunung Agung sehen wenn er nicht von Wolken verdeckt wird.  Im Gegensatz zu Kuta ist Sanur sehr beschaulich. Aber genau das fanden wir sehr angenehm. Die Händler konnten einem wirklich leid tun, aber wir konnten ja nicht bei jedem etwas kaufen.

Ebbe in Sanur

Etwa 10 Minuten braucht man, um nach Sanur zu kommen. Die Hauptstraße Jalan Danau Tamblingan zieht sich durch den ganzen Ort. Ein Shop nach dem anderen ist hier zu finden. Allerdings kaum Käufer. Man kann nur erahnen was hier einmal losgewesen sein muss. Es gibt dort auch ein Kaufhaus, das Hardy´s. Dort gibt es neben Kleidung und Lebensmittel auch eine ganze Etage mit Mitbringseln und ähnlichem. Echt interessant.

Sanur

Straße in Sanur

Bonsai Garten im gleichnamigen Restaurant und Cafe

Abends gingen wir immer am Strand entlang zum Essen. Unsere Stammlokale waren das Bennos und das Bonsai. Dort kann man günstig und sehr gut essen. Das Bonsai hat einen einmaligen Garten mit vielen der kleinen Bäume. Manche bestimmt 100 Jahre alt!

Grill im Stammlokal Bonsai

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...ein paar Worte
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Unser Urlaub auf Bali war in jeder Hinsicht gelungen. Es gibt viele Ausflugsmöglichkeiten die als Tagesausflüge prima  planbar sind. Die Temperatur war in dieser Zeit ideal. Nicht zu heiß und Abends angenehm warm.
Wer eine Reise nach Bali plant, sollte dies jetzt in Angriff nehmen. Die Preise sind günstig und die Massen fliegen momentan nicht hin. Die Menschen sind angenehm freundlich und freuen sich auf die Touristen.
Übrigens, wir werden oft angesprochen wie denn unser Sohn diese “Strapazen” überstanden hätte. Er antwortet dann: < das ist doch kein Problem, dafür ist es sehr schön >.  Und viele fragen wir, wie oft sie denn schon mit ihren Kindern mit dem Auto stundenlang verreist sind. Eine lange Flugreise ist dann nichts anderes!
So nun schließe ich den Reisebericht ab. Sollte ich Bali als Reiseziel hiermit empfohlen haben, würde mich das sehr freuen.
Die schönsten Bilder unseres Urlaubs stelle ich ebenso in das Urlaubsbilderbuch ein. Einfach mal reinklicken!

erstellt im Mai / Juni 2004
von
Ronald Renner

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